Wahlärztin auch in Teilzeit?

(DAV). Wer eine bevorzugte Behandlung durch einen leitenden oder besonders qualifizierten Arzt im Krankenhaus wünscht, kann dies vereinbaren. Er muss aber für diese Wahlleistungsvereinbarung durch den Wahlarzt („Chefarztbehandlung“) ein zusätzliches Honorar zahlen. Dabei kann sich die Frage stellen, ob auch in Teilzeit angestellte Ärzte einer Klinik Wahlarztleistungen auf eigene Rechnung erbringen dürfen, und ob es eine wöchentliche Mindeststundenzahl gibt.

Keine Krankentagegeldversicherung für Arbeitslose?

(DAV). Die Krankentagegeldversicherung stellt einen Versicherungsschutz gegen Verdienstausfall bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit dar. Voraussetzung ist also eine Tätigkeit. Allerdings entfällt die Versicherung nicht einfach, wenn man arbeitslos wird.

Umsatzsteuerbefreiung für ärztliche Praxisgemeinschaften?

(DAV). Ärztliche Dienstleistungen sind von der Umsatzsteuer befreit. Bei Praxisgemeinschaften kann fraglich sein, inwieweit die Steuerbefreiung auch für Organisationsleistungen der Gesellschaft gilt. Leistungen für unmittelbare Zwecke der Ausübung der ärztlichen Tätigkeiten sind ebenfalls steuerfrei.

Einwilligung in OP – Bedenkzeit nach Aufklärungsgespräch

(dpa/tmn). Vor einer Operation müssen die Patienten über die Risiken und Alternativen aufgeklärt werden. Ihr Einverständnis kann durch eine Unterschrift auf dem Aufklärungsbogen dokumentiert werden. Während einigermaßen Klarheit darüber besteht, dass eine Einwilligung am Vortag einer OP ausreicht, gibt es wenig zu der Frage, wieviel Bedenkzeit der Patient haben muss.

Voraussetzungen für die Befreiung vom vertragsärztlichen Bereitschaftsdienst

(DAV). Kassenärzte sind grundsätzlich verpflichtet, an den Bereitschaftsdiensten mitzuwirken. Es besteht aber die Möglichkeit der Befreiung von dieser Pflicht. Es gelten die Bereitschaftsdienstordnungen (Notfalldienstordnungen) der Kassenärztlichen Vereinigung (KÄV). Trotzdem gibt es immer wieder Einzelfälle, die von Gerichten entschieden werden müssen.

Schadensersatz wegen eines Behandlungsfehlers bei der Geburt

(DAV). Kommt es im Rahmen der Geburt zu Komplikationen, und trägt das Kind dauerhafte Schäden davon, können langwierige Rechtsstreitigkeiten folgen. Meist müssen die Gerichte sehr umfangreich Beweis erheben. Kläger in solchen Verfahren können nicht nur die betroffenen Kinder sein, sondern beispielsweise auch die Versicherer, die aufgrund eines Geburtsschadens alle nachfolgenden Behandlungs- und Pflegekosten tragen müssen.