Abtretungsverbot in Behandlungsverträgen unwirksam

(DAV). Privatpatienten müssen Behandlungsverträge unterschreiben, in denen auch das Honorar geregelt ist. Fraglich ist, ob es in den Behandlungsverträgen den Patienten untersagt werden darf, Forderungen daraus an die Krankenversicherung oder die Beihilfestelle abzutreten, sondern vielmehr das nicht erstattete Honorar selbst zu tragen. Sind solche Klauseln wirksam?

Voraussetzungen von Krankengeld bei fortgesetzter Erkrankung

(DAV). Eine Unterbrechung in der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit kann für Versicherte erhebliche Folgen haben: Sowohl die Krankengeldleistung selbst endet als auch – sofern das Arbeitsverhältnis nicht mehr bestand – die kostenfreie Pflichtmitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Es kommt also darauf an, in wessen Verantwortung eine Verspätung fiel, in die des Versicherten oder Krankenkasse/Arzt. Das Bundessozialgericht verbesserte die Rechtlage und auch der Gesetzgeber tat dies 2019.

Arzthaftung wegen mangelhafter Aufklärung?

(DAV). Vor ärztlichen Eingriffen müssen Patientinnen und Patienten über die Risiken aufgeklärt werden. Neben dem allgemeinen Risiko eines Fehlschlages muss auch über spezifische Risiken informiert werden. Ist eine Aufklärung ausreichend, wenn im Wesentlichen über das richtige Verhalten des Patienten gesprochen wurde?

Krankenversicherung muss alternative Therapie bei Krebserkrankung zahlen

(dpa/tmn). Bei einer Krebserkrankung müssen Betroffene viele Behandlungsschritte über sich ergehen lassen. Stellt sich dann der Erfolg nicht ein, ist die Frustration groß. Man setzt dann manchmal auf alternative Behandlungsmethoden, sofern sie wissenschaftlich fundiert sind. Fraglich ist, ob die Kosten für solche Therapien von der Krankenkasse übernommen werden müssen.

Zahnziehen als gefährliche Körperverletzung

(DAV). Für viele ist der Zahnarztbesuch mit gewissen Ängsten verbunden. Deshalb sucht man sich einen Zahnarzt beziehungsweise eine Zahnärztin seines Vertrauens aus. Auf den Rat will man sich auch verlassen. Was ist aber, wenn eine Zahnärztin beziehungsweise ein Zahnarzt Zähne zieht, obwohl es Behandlungsalternativen gab?

Transportkosten zur Dialysebehandlung erstattungsfähig?

(DAV). Wer eine Dialyse benötigt, muss meist mehrfach die Woche zur sogenannten Blutwäsche. Nicht immer können die Patientinnen und Patienten selbstständig dorthin, sondern sind aufgrund ihres Gesundheitszustandes auf einen Transport zur Dialysebehandlung angewiesen. Muss die private Krankenversicherung diese Kosten übernehmen?

Erhält Apotheker auch bei fehlerhaft ausgestelltem Rezept seine Vergütung?

(DAV). Ärzte dürfen eine Rezeptur für parenterale Ernährungslösungen nicht auf mehreren Verordnungsblättern verschreiben. Der Vertragsarzt verstößt dann gegen die Vereinbarung über die Vordrucke für die ärztliche Versorgung. Hat ein Apotheker einen Vergütungsanspruch gegen die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), wenn er dennoch die Lösung an den Patienten abgibt?

Patient geht selbstständig zur Nachbehandlung – Sicherungsaufklärung entbehrlich

(dpa/tmn). Zur Aufklärung der Patienten gehört es, diese nicht nur zu Beginn der Behandlung zu informieren. Auch der Hinweis, wie man sich selbst zu verhalten hat, (Sicherungsaufklärung) ist notwendig. Dazu gehören die Therapie und die nach der Therapie zu ergreifenden Maßnahmen. Ansonsten kann ein Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bestehen.